Aus dem Tagebuch eines
 jungen Hundes

 

 

Donnerstag, der 27.09.2001 

 

 

07.30     Aufgestanden und Streckerchen gemacht, in den Garten gegangen,
              
Bäumchen beschnuppert roch fein, Beinchen gehoben.

08.00     Futternapf umgestoßen, alles p i t s c h p a t s c h, Haue gekriegt.

08.45     In Küche gewesen, rumgeschnuppert, rausgeflogen, Küche ist
               „Pfui“

09.00     In Herrchens Arbeitszimmer gewesen, kleinen Teppich Fransen
        
      abgeknabbert, rausgeflogen, Haue gekriegt, Arbeitszimmer ist auch
               „Pfui“

09.30     In Diele kleine Pfütze gemacht, mit Nase eingetunkt worden, weil
               Pfütze in Diele machen „Pfui“, mich sehr geschämt.

09.45     Frauchen Handschuh genommen, damit gespielt, Frauchen wußte
            
  nicht, wo er war, ich auch nicht.

10.15       Zeitung von Coutchtisch gezogen, feine Spieljagd mitgemacht bis
              ganz kleine Schnitzel, ist auch „Pfui“.

10.45      Viel langweilig, nachgedacht, was tun, auf
              Couch gehopst und auf weiches Kissen gekuschelt,
              runtergeschmissen, rausgeflogen.

11.00     Stück altes Brot gekriegt, wollte lieber Leberwurst, Brot wurde
             
wieder weggenommen ich leise geknurrt.

11.20     Wieder in Küche gewesen, das zu fein roch, sehr schöne Scheibe
             Fleisch genommen, Fleisch nehmen ist „Pfui“.

11.30     In Garten gegangen, fein gespielt, Mistkäfer verfolgt, Spinnen
             gefressen - schmecken nicht besonders, tiefes Loch gebuddelt,
            
Hühnchen gejagt, alles sehr interessant, aber „Pfui“.

12.30     Allein auf Straße gerannt, fein mit Rossäpfeln gespielt, dann
             
gefressen - muß sagen aparter Geschmack, aber leider auch „Pfui“.

13.30     Hausruhe von ganzer Familie, ich in Körbchen nachgedacht,
              festgestellt, a l l e s  „ P F U I “  

WOZU KLEINER HUND AUF DER WELT ?